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Drogen im Straßenverkehr - Anpassung des § 24a Abs. 2 StVG empfohlen

Das Führen von Kraftfahrzeugen unter dem Einfluss anderer berauschender Mittel als Alkohol ist nur in den Fällen als Ordnungswidrigkeit gemäß § 24a Abs. 2 Straßenverkehrsgesetz (StVG) zu bewerten, in denen im Blut des Kraftfahrzeugführers eine Substanz nachgewiesen wurde, die in der Anlage  zum § 24a StVG ausdrücklich aufgeführt ist und das Vorhandensein dieser Substanz auch nicht durch eine medizinische, bestimmungsgemäße Anwendung gerechtfertigt war.

Trunkenheitsfahrt - Was nun?

Wer im Straßenverkehr unter Alkoholeinwirkung auffällig geworden ist, hat mit Sanktionen unterschiedlicher Härte zu rechnen. Bereits ab einer Blutalkoholkonzentration (BAK) von 0,3 Promille kommt eine Verurteilung wegen Trunkenheit im Verkehr nach § 316 des Strafgesetzbuches (StGB) oder wegen Gefährdung des Straßenverkehrs gemäß § 315c Abs. 1 Nr. 1a StGB in Betracht, wenn es bei der Fahrt zu einer konkreten Gefahr oder gar zu einem Unfall gekommen ist. Der Zusammenhang mit dem Alkoholkonsum ist regelmäßig dann gegeben, wenn dem Fahrer Ausfallerscheinungen nachgewiesen werden können.

Alkoholisierter Inlineskater wird nicht wegen Trunkenheit im Verkehr bestraft

Wer in alkoholisiertem Zustand mit Inlineskates unterwegs ist und dabei auch die Fahrbahn einer Straße benutzt, kann nicht wegen Trunkenheit im Verkehr gemäß § 316 des Strafgesetzbuches (StGB) bestraft werden. Zu diesem Ergebnis ist das Landgericht (LG) Landshut gekommen. Es stellte klar, dass Inlineskates nicht als Fahrzeug im Sinne des StGB einzustufen sind. Damit scheiterte die Beschwerde der Staatsanwaltschaft Landshut gegen einen Beschluss des Amtsgerichts Landshut, mit dem dieses den Erlass eines Strafbefehls wegen Trunkenheit im Verkehr abgelehnt hatte (LG Landshut, Beschluss vom 09.02.2016, Az.: 6 Qs 281/15).

Bei einer Alkoholabhängigkeit darf auch ohne Teilnahme am Straßenverkehr die Fahrerlaubnis entzogen werden

Eine nachgewiesene Alkoholabhängigkeit kann an sich schon die Fahrerlaubnis kosten. Die betroffene Person braucht für deren Entzug noch nicht einmal am Straßenverkehr teilgenommen zu haben. Diese Erfahrung musste ein Mann machen, der nicht alkoholisiert mit einem Fahrzeug unterwegs gewesen, sondern von der Polizei mit einer Atemalkoholkonzentration von 2,37 Promille in seiner Wohnung angetroffen worden war. Das Verwaltungsgericht (VG) Neustadt bestätigte, dass die nach einem fachärztlichen Gutachten, das eine Alkoholabhängigkeit bescheinigt hatte, erfolgte Entziehung der Fahrerlaubnis rechtens war (VG Neustadt, Beschluss vom 28. September 2016, Az.: 1 L 784/16NW).