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Rechtsprechung rund ums Verkehrsrecht, Bußgeldrecht und Verkehrsstrafrecht

In Zonen mit niedrigen Geschwindigkeitsvorgaben soll nicht nur die prozentuale Abweichung über Vorsatz oder Fahrlässigkeit entscheiden. Foto: Maksim Zhao auf Unsplash
Gericht mildert Strafe: 16 km/h zu schnell bei Tempo 30 nur fahrlässig

Das Amtsgericht Landstuhl (AG) hat in einem Beschluss Grundsätze zur Beurteilung von Geschwindigkeitsverstößen zusammengestellt. Eine Autofahrerin, die in einer 30er-Zone mit 46 km/h geblitzt wurde, kam danach glimpflicher davon als zunächst angenommen – das Gericht stufte ihr Verhalten lediglich als fahrlässig ein (AG Landstuhl, Beschluss vom 07.08.2025, Az: 2 OWi 4211 Js 8201/25).

Für Bußgelder aus dem Ausland sollten aus Sicht des Verkehrsgerichtstages längere Verjährungsfristen gelten. Foto: Kirill Prikhodko auf Unsplash
Verkehrsgerichtstag: Bessere EU-weite Vollstreckung von Bußgeldern gefordert

Der 64. Deutsche Verkehrsgerichtstag in Goslar hat sich intensiv mit der grenzüberschreitenden Verfolgung von Verkehrsverstößen in Europa befasst. Die Experten fordern den Gesetzgeber auf, die neuen EU-Vorgaben praxisgerecht umzusetzen und dabei für bundesweit einheitliche Verfahren zu sorgen. Kernpunkt ist die effektivere Vollstreckung von Bußgeldern über Ländergrenzen hinweg.

Die Kaiserpfalz in Goslar: Austragungsort des 64. Deutschen Verkehrsgerichtstages. Foto: iStock.com/draghicich
Verkehrsgerichtstag: Deutschlands wichtigster Fachkongress für Verkehrsrecht steht bevor

Vom 28. bis 30. Januar 2026 findet in Goslar der 64. Deutsche Verkehrsgerichtstag statt. Die traditionsreiche Veranstaltung, die seit 1963 jährlich in der alten Kaiserstadt ausgetragen wird, bringt rund 2.000 Verkehrsrechtsexperten aus ganz Deutschland und Europa zusammen. Richter, Rechtsanwälte, Staatsanwälte, Vertreter der Verwaltung sowie Wissenschaftler diskutieren in verschiedenen Arbeitskreisen aktuelle verkehrsrechtliche Fragestellungen und erarbeiten Empfehlungen, die häufig den Weg in die Gesetzgebung finden.

Schwereres Rad, strengere Alkoholgrenzen? Diese Frage haben die Experten des Verkehresgerichtstages aufgeworfen. Foto: Tom Ru auf Unsplash
Verkehrsgerichtstag fordert 1,1-Promille-Grenze für Radfahrer

Der 64. Deutsche Verkehrsgerichtstag in Goslar hat sich erstmals seit 2015 erneut mit dem Thema Alkohol am Lenker von Fahrrädern und Pedelecs befasst. Angesichts gestiegener Unfallzahlen und zunehmender Radverkehrsanteile fordern die Experten einen neuen Bußgeldtatbestand mit klaren Grenzwerten. Die Empfehlungen zielen auf mehr Verkehrssicherheit im Sinne der "Vision Zero" ab.

Geht es nach den Experten des Verkehrsgerichtstages, wird die Handynutzung am Steuer künftig härter sanktioniert. Foto: Alexandre Boucher auf Unsplash
Verkehrsgerichtstag fordert drastische Verschärfungen bei Handy am Steuer

Der 64. Deutsche Verkehrsgerichtstag in Goslar hat weitreichende Empfehlungen zur Bekämpfung der Ablenkung im Straßenverkehr verabschiedet. Die Experten sehen in der Handynutzung am Steuer ein massiv unterschätztes Unfallrisiko und fordern deutlich härtere Sanktionen sowie moderne Überwachungstechnologien.

Was passiert, wenn Sie den Führerschein bei einer Kontrolle nicht dabei haben?
Führerschein vergessen bei Polizeikontrolle: Was passiert wirklich?

 

 

Was passiert, wenn ich meinen Führerschein nicht dabei habe? Diese Frage stellen sich viele Autofahrer. Sie werden von der Polizei kontrolliert und sollen Fahrzeugschein, Führerschein und Personalausweis zeigen – aber der Führerschein ist nicht dabei.